im Dezember 2011 erscheint

„... und am siebten Tag schuf Hammonia den Stadtpark ...“
Geschichte, Gedichte, Geschichten um 100 Jahre Hamburger Stadtpark.
Hrsg. von Rolf von Bockel und Peter Schütt,
ca. 180 S., ISBN 978-3-932696-89-3, ca. 14,80 Euro
Die
allermeisten Parkanlagen in großen Städten sind feudalen
oder großbürgerlichen Ursprungs und wurden erst im Zuge
sozialer und revolutionärer Umwälzungen für das breite
Publikum geöffnet. Doch die Hansestadt besitzt ein bemerkenswertes
Gegenstück, den bald hundert Jahre alten „Hamburger
Stadtpark", der von Anfang an für jeden Mann und jede Frau gedacht
war.
„Jedermann“/„Jederfrau!“
zu sein, hieß im Hamburg um 1890 in der Überzahl, jenem dem
Hafen abhängigem Proletariat anzugehören, das durch die
hygienischen Verhältnisse in der Hansestadt reichlich Erfahrungen
mit Cholera-Wellen gesammelt (und Freunde und Verwandte verloren)
hatte.
In dieser Zeit
traten vor der Jahrhundertwende gegen den massiven Widerstand
„ehrwürdiger“ Hanseaten die Stadtpark-Befürworter
auf den Plan. Zu ihnen zählte der Hamburger Kunsthistoriker und
Museumsleiter Alfred Lichtwark (1852-1914), der schon 1894 in Hamburger
Diskutierclubs den „Volkspark für alle Kreise“
forderte.
Erst dem neuen
Oberbaudirektor der Stadt, Fritz Schumacher (1869-1947, 1909 trat er
seine Stelle in Hamburg an), blieb es schließlich
überlassen, dieses ambitionierte Projekt unter seine
stadtplanerischen Fittiche zu nehmen. Auf fast 150 Hektar Fläche
projektierte- und realisierte er das Projekt mit Friedrich Sperber
(Leiter des Ingenieurwesens der Baudeputation) und
Landschaftsarchitekten Otto Linne (1869-1937) auf dem ehemaligen
Jagdrevier von Winterhuder Goldschmied und Großgrundbesitzer
Adolph Sierich (1826-1889).
1912 fand der
erste Spatenstich statt! – bis in die zwanziger Jahre wurde noch
vieles projektioniert. Und so reihte sich – überregional
betrachtet - der „Volks-Park für alle“, der
„Hamburger Stadtpark“, in eine Reihe
großstädtischer Parks, die eben nicht feudalen Ursprungs
waren. Dergleichen gibt es nur in wenigen Metropolen der Welt, nebenan
in Bremen die Bürgerweide, in Paris seit der Revolution den Bois
de Bologne, in London den Hyde Park, in Moskau den Gorkipark und in
Istanbul die Gärten rund um den Topkapi-Palast.
In dem
vorliegenden Band wird nach 100 Jahren der Stadtpark gewürdigt und
damit über den Anspruch von einst reflektiert. Es ist keine
offizielle Festschrift. Es ist vielmehr eine Anthologie, die aus der
Arbeit einer in einem Winterhuder Waschhaus ansässigen
Schreibwerkstatt (am Wesselyring) entstanden ist, - mit Beiträgen
von bekennenden „Stadtparkern“ über das Jedermann- und
Jederfrau-Erlebnis des „Hamburger Stadtparks“, - 100 Jahre
nach dem ersten Spatenstich für diesen Park: Historische
Beiträge, Geschichten, Reminiszenzen, Gedichte u.a.
Beiträgerinnen und Beiträger:
Michael
Baade, Olaf Behrens, Wolf-Ulrich Cropp, Heidi Egbering, Rady Fish, Uwe
Grapenthien, Eberhard Großmann, Evelyn Hagen, Eberhard Höhn,
Fasia Jansen, Otto Leunig, Rainer Kellner, Micha Mikolai, Hans Otte,
Antje Raabe-Pieper, Inga Sawade, Anton Schiefer, Peter Schütt, Tom
Schmidt, Sylvia Schmudlach, Ellen Sell, Magret Silvester, Sevgi
Ünver, Miriam Vagts, Gisela Werner-Timm, Agnes Voigt, Carl
Wüsthoff.
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Ebenfalls aus dem Umfeld der
Schreibwerkstatt am Wesselyring ist erschienen:

(für mehr Informationen: Cover anklicken)