Musikstadt
Leipzig
Studien und Dokumente
Schriftenreihe, hg. von Thomas Schinköth
Leipzigs lange Geschichte ist in besonderer Weise mit Musik und Musikern verbunden. Hier wirkten Musiker wie Bach, Wagner, Mendelssohn, Schumann, Reger, Furtwängler, Mahler und Weill. Thomanerchor und Gewandhaus besitzen Weltruf. Trotz eigenständiger Forschungsinstitute und einer Fülle von Publikationen über die Musikstadt sind Defizite nicht zu übersehen, die vor allem Höhepunkte und Krisen der jüngeren Musikentwicklung betreffen. Bei diesen "weißen Flecken", die das Leben, nicht die Fassaden ausmachen, setzt die Schriftenreihe Musikstadt Leipzig an.
..... in Planung für 2008........
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.....bisher erschienene Bände ......
Band
1:
N.N.
Mit 35
Jahren war der Dirigent, Komponist, Pianist, Publizist und Musikpädagoge Carl
Reinecke der am längsten amtierende Kapellmeister des Gewandhauses. Seine
vermeintlich "konservative" Geisteshaltung wird ihm bis heute in der
Musikgeschichte vorgeworfen.
Mit
der vorliegenden Arbeit, in der bisher vernachlässigte Quellen berücksichtigt
werden, entsteht ein differenziertes Bild von Reineckes Wirken, in dem auch das
vielschichtige Bedingungsgefüge des Leipziger Musiklebens berücksichtigt
wird.
Band
3:
Schinköth, Thomas (Hg.): Sigfrid
Karg-Elert und seine Leipziger Schüler. Die Referate des Kolloquiums vom 1. bis
zum 3. November 1996 in Leipzig, veranstaltet von der Internationalen
Karg-Elert-Gesellschaft; 978-3-928770-85-9; 212 S., Hamburg 1997; 25,00
Euro
Sigfrid Karg-Elert gehört zu den bedeutendsten und am stärksten mißverstandenen Persönlichkeiten des Leipziger Musiklebens im 20. Jahrhundert. Seine Aufgeschlossenheit für die Moderne und einen international geprägten Kulturbegriff unterschied ihn als Kompositionslehrer am Landeskonservatorium Leipzig von Zeitgenossen, die im Namen einer "deutschen Musik" wirkten. Außergewöhnlich waren sein Interesse für das Kunstharmonium und seine musiktheoretischen Leistungen (u.a. Polaristische Klang- und Tonalitätslehre). Der Band vereint Beiträge über das kompositorische und musiktheoretische Wirken Karg-Elerts und einiger seiner Schüler (Fritz Reuter, Paul Schenk, Johannes Weyrauch, Willy Burkhard).
Band 4:
Rosenmüller, Annegret: Carl Ferdinand
Becker (1804-1877). Studien zu Leben und Werk; 978-3-932696-19-0; 216 S., Hamburg
2000; 25,00 Euro
Bei intensiver Beschäftigung mit der
Musikgeschichte Leipzigs in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird man
wiederholt einer Persönlichkeit begegnen, deren Leben und Schaffen im
Mittelpunkt dieser Untersuchung steht: Carl Ferdinand Becker (1804–1877). Bis
in die Gegenwart finden sich nur wenige Aufsätze und verstreute
Äußerungen zu Leben und Werk des Organisten, Musikschriftstellers, Komponisten
und Pädagogen. Dabei ist vor allem seine Bedeutung als Sammler wertvoller
Handschriften und Drucke sowie als Musikbibliograph heute
unumstritten.
Die vorliegende Arbeit
füllt endlich diese musikgeschichtliche Lücke. Die Autorin vermittelt ein
plastisches Bild von der vielseitigen Persönlichkeit Beckers und wird damit
ihm und seiner Rolle im Leipziger Musikleben in der ersten Hälfte des 19.
Jahrhunderts gerecht.
Band
5:
Hilmes, Oliver:
Der Streit ums "Deutsche". Alfred Heuss und die Zeitschrift für
Musik; 978-3-932696-43-5; 136 S., 35,00 Euro (vergriffen)
Im Mittelpunkt dieses Buches stehen der Musikschriftsteller Alfred Valentin
Heuß (1877-1934) und die Zeitschrift für Musik. Heuß war als einer der
prominentesten und einflussreichsten Musikjournalisten der Weimarer Republik
Hauptschriftleiter des Leipziger Traditionsblattes. In dieser Funktion war er
geistiger Anführer der Antimoderne, der vehement gegen die avantgardistischen
Erscheinungsformen der Neuen Musik zu Felde zog. Heuß gehörte zu jenen
Konservativen, die am Ende der Weimarer Republik in Hitler und der NSDAP ihre
Hoffnungen setzten. Mit ihnen wollten sie eigene politisch-gesellschaftliche
Konzeptionen realisieren.
Im Rahmen einer detaillierten Monographie
beschreibt der Autor die sukzessive Radikalisierung Heuß’ und anhand der
Zeitschrift für Musik die politische Vereinnahmung von Musik am Ende der
Weimarer Republik.