Musik im "Dritten Reich" und im Exil
Schriftenreihe,
hg. von Peter Petersen

In der Reihe Musik im "Dritten Reich" und im Exil erscheinen Arbeiten über die Musik und Musikkultur des NS-Systems sowie seiner Opfer und Gegner in den Konzentrationslagern, im Widerstand und im Exil. Berücksichtigt werden unterschiedliche Facetten und thematische Zugänge: Kompositions-, Rezeptions- und Institutionengeschichte, Biographik, Zeitzeugenberichte u.a.m. Eingeschlossen in das Programm der Reihe sind auch Fragen nach Kontinuitäten und Brüchen faschistischer Strukturen und Mentalitäten vor 1933 und nach 1945 sowie oppositioneller Strömungen und Haltungen.
Die Arbeitsgruppe "Exilmusik" am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg betreibt eine Homepage unter www.exilmusik.de, auf die hier ausdrücklich verwiesen wird. 

Band 1:
Jutta Raab Hansen: NS-verfolgte Musiker in England. Spuren deutscher und österreichischer Flüchtlinge in der britischen Musikkultur, 520 S., ISBN 978-3-928770-69-9, 48,00 Euro (vergriffen)

Band 2:
Gabriele Knapp: Das Frauenorchester in Auschwitz. Musikalische Zwangsarbeit und ihre Bewältigung, 338 S., ISBN 978-3-928770-71-2, 40,00 Euro



Musik wirkt in einem durch Personen geprägten, gesellschaftlich bedingten und situa­tiv umgrenzten Handlungsraum. Trifft dies auch auf Extrembedingungen zu, wie sie in deutschen Konzentrationslagern herrschten? Welche Bedeutung hatte hier Musik? Bislang wurden vorwiegend die überlebenswichtigen Aspekte musikalischer Aktivitä­ten für die KZ-Häftlinge erforscht, das heimliche oder freiwillige Musizieren. Weniger aufgearbeitet wurde das Musizieren auf Befehl der SS und seine Bedeutung im KZ.

Gabriele Knapp beschreibt am Beispiel des Frauenorchesters in Auschwitz, was musi­kalische Zwangsarbeit war, und wie die SS von ihr profitierte. Durch detaillierte Ana­lysen musikalischer Einsatzsituationen, beispielsweise dem Einsatz von Marschmusik am Lagertor, zeigt sie eindrücklich auf, wie Musik und die Musizierenden in den Ver­nichtungsapparat der SS verwoben wurden.

Band 3:
Friedrich Geiger, Thomas Schäfer (Hg.): Exilmusik. Komposition während der NS-Zeit, 376 S., ISBN 978-3-928770-89-7, 40,00 Euro

Innerhalb der letzten Jahre ist das Interesse an den lange verdrängten Musikerinnen und Musikern, die durch die NS-Verfolgung ins Exil gezwungen wurden, stetig ge­wachsen. Darunter bilden die Komponisten eine wichtige Gruppe. Die Frage, was un­ter "Exilkomposition" zu verstehen ist, steht im Mittelpunkt des vorliegenden Sammel­bandes. Die Autoren schildern, welche Bedingungen Komponisten im Exil vorfanden, und gehen anhand ausgewählter Werke den Spuren nach, die das Exil in ihrer Musik hinterließ.

Band 4:
Arbeitsgruppe Exilmusik am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg (Hg.): Das "Reichs-Brahmsfest" 1933 in Hamburg. Rekonstruktion und Dokumentation, 150 S., ISBN 978-3-928770-92-7, 15,00 Euro
Das "Reichs-Brahmsfest" von 1933 zum hundertsten Geburtstag des Meisters war das erste reichsweite Musikfest nach dem Machtantritt der Nazis. Anhand der Rekon­struktion und Dokumentation dieses Festes sind Einsichten in die Strategien und Tech­niken der neuen Machthaber im Bemühen um eine rasche Einvernahme des geistigen Erbes der Deutschen zu gewinnen.

Band 5:
Friedrich Geiger: Die Dramma-Oratorien von Wladimir Vogel, 1896-1984, 320 S., Geb., ISBN 978-3-932696-03-9, 25,00 Euro
Wladimir Vogel wurde in Moskau geboren, war in Berlin Meisterschüler Busonis, wurde 1933, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, von den Nazis vertrieben und lebte von 1939 bis zu seinem Tod in der Schweiz. Obwohl er zu den interessantesten Kom­ponisten seiner Generation zählt, ist Vogel heute, wie viele exilierte Kulturschaffende, im Bewußtsein der Öffentlichkeit wenig präsent.

Im Zentrum seines vielfältigen Œuvres stehen sieben große Vokalwerke, die zwischen 1926 und 1971 komponiert wurden Sie repräsentieren eine neuartige und originelle Gattungsform, das Dramma-Oratorio. Das Buch würdigt erstmals ausführlich diesen bedeutenden Beitrag zur Musikgeschichte des Jahrhunderts, wobei es sich auf um­fängliche Forschungen im Nachlaß des Komponisten stützen kann.


Band 6:
Jörg Rothkamm: Berthold Goldschmidt und Mahlers X. Symphonie. Zur Entstehung der Konzertfassung von Deryck Cooke, 260 S., ISBN 978-3-932696-29-9, 35,00 Euro (vergriffen)
Dank seines hohen Alters hat Berthold Goldschmidt (1903-1996) die späte Rezeption seines musikalischen Schaffens noch selbst miterleben können. Der 1935 nach London emigrierte Künstler begann wieder zu komponieren und trat sogar als Dirigent erneut in Erscheinung. Obwohl er mittlerweile zu den bekanntesten Exilmusikern zählt, ist eine seiner wesentlichen kreativen Leistungen bislang unbetrachtet geblieben: die Mit­arbeit an der Rekonstruktion von Gustav Mahlers unvollendeter Zehnter Symphonie.

Die vorliegende Untersuchung schildert nun erstmals anhand zahlreicher auch unver­öffentlichter Dokumente Goldschmidts Einsatz für dieses Werk.

Das Buch ergänzt jedoch nicht nur die Biographie des Musikers um dieses wichtige Kapitel, sondern bietet auch erstmals eine Darstellung der verzweigten Rezeptionsge­schichte der Zehnten Symphonie von den ersten Bemühungen Alma Mahlers bis in die Gegenwart.


Band 7:
Goldschmidt, Berthold: Komponist und Dirigent. Ein Musiker-Leben zwischen Hamburg, Berlin und London. Hrsg. v. Peter Petersen in Zus.-Arb. mit d. Arbeitsgruppe Exilmusik am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg mit einem Nachtrag von Barbara Busch; (zweite, erweiterte und korrigierte Auflage). ISBN 978-3-932696-50-3; 248 S., 25,00 Euro
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Band 8:
Arbeitsgruppe Exilmusik am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg (Hrsg.): Lebenswege von Musikerinnen im "Dritten Reich" und im Exil, 418 S., ISBN 978-3-932696-37-4, 25,00 Euro
Viele Musiker, die von den Nazis verfolgt wurden, sind heute in Vergessenheit gera­ten. Die Frauen unter ihnen sind noch zusätzlich dem Vergessen anheim gefallen, weil Berufsmusikerinnen (z.B. Komponistinnen) es schon unter ‘normalen’ Verhältnissen schwer haben, anerkannt zu werden. Zu ihnen gehören Lena Stein-Schneider, Rosy Geiger-Kullmann, Rosy Wertheim, Ilse Fromm-Michaels, Eva Hauptmann, Vally Weigl, Gitta Alpar, Alma Rosé, Edith Kraus, Hilda Jonas, Pia Gilbert, Cissy Kraner, Leni Alexander und Zuzana Ruzicková, deren Lebensgeschichten hier erzählt und do­kumentiert werden

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Band 9:
Sophie Fetthauer: Die Deutsche Grammophon im "Dritten Reich", 248 S., ISBN 978-3-932696-38-1, 35,00 Euro (zur Zeit nicht lieferbar)
Die Deutsche Grammophon war während des ”Dritten Reichs” eines der führenden Schallplattenunternehmen. Die allgemeinen Bedingungen der Schallplattenindustrie in dieser Zeit sowie die wirtschaftlichen und das Repertoire betreffenden Entwicklungen bei der Deutschen Grammophon, die ”Gleichschaltung” und Einbindung in die NS-Propagandamaschinerie, die Situation während und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg stehen im Mittelpunkt dieses Bandes.

Band 10:
Sophie Fetthauer: Musikverlage im "Dritten Reich" und im Exil, 582 S., Zweite Auflage, ISBN: 978-3-932696-74-9, 58,00 Euro
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Band 11:
Mathias Lehmann: Der Dreißigjährige Krieg im Musiktheater während der NS-Zeit. Untersuchungen zu politischen Aspekten der Musik am Beispiel von K.A. Hartmanns "Des Simplicius Simplicissimus Jugend", L. Mauricks "Simplicius Simplicissimus", R. Mohaupts "Die Gaunerstreiche der Courasche", E.W. Möllers und H.J. Sobanskis "Das Frankenburger Würfelspiel" und J. Gregors und R. Strauss’ "Friedenstag", 382 S., ISBN 978-3-932696-55-8; 48,00 Euro

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Band 12:
Peter Petersen, Claudia Maurer Zenck (Hg.): Musiktheater im Exil der NS-Zeit. Bericht über die internationale Konferenz am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg 3. bis 5. Februar 2005, 424 S., ISBN 978-3-932696-68-8, 48,00 Euro

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Band 13:
Melina Gehring: Alfred Einstein. Ein Musikwissenschaftler im Exil, 182 S., ISBN 978-3-932696-67-1, 35,00 Euro

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Band 14:
Till H. Lorenz: Von der "jüdischen Renaissance" ins Exil. Der Lebensweg Anneliese Landaus bis 1939 und ihr Begriff einer "jüdischen Musik". 182 S., ISBN 978-3-932696-77-0, 35,00 Euro
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